Praxisleitbild

Wir wollen in unserer hausärztlichen Praxis den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit sehen und ihn unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, sozialen Status oder Muttersprache freundlich und kompetent behandeln. In Zeiten der Schnelllebigkeit wollen wir  Ruhe und Gelassenheit vermitteln  und uns konzentriert und in einem angemessenen zeitlichen Rahmen den Anliegen unserer Patienten widmen.

Seit 22 Jahren besteht unsere hausärztliche Praxis im Ärztehaus auf der Bayreuther Straße, bis Anfang 2014 in einer Praxisgemeinschaft, seitdem in einer Einzelpraxis.

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Wir sind mit einer Vielzahl von Krankheitsbildern konfrontiert worden, haben Menschen aller Altersklassen von 0 bis 104 Jahre behandelt und sehr verschiedene Menschentypen und Charaktere getroffen. Wir sind von vielen Schicksalen berührt und betroffen. Wir haben viele Menschen heilen können oder konnten ihre Leiden lindern oder verringern. Wir haben manche medizinisch und emotional beim Sterben begleitet und mussten unsere Grenzen akzeptieren lernen. Wir betreiben Familienmedizin, denn nicht selten kommen Patientenfamilien vom Jugendlichen bis zur Großmutter in unsere Praxis. Unsere Art des Umganges mit den Patienten erreicht nicht jeden und wir haben dies akzeptieren gelernt. Wir hoffen für unsere Patienten und möchten Hoffnung vermitteln. Insofern gilt unser Leitspruch:

„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“

Manchmal bedarf es einfach einer gewissen Geduld und Kraft, keine Behandlung durchzuführen, sondern abzuwarten bis die Natur ihr heilendes Werk tut. In anderen Fällen können Sekunden über Leben und Tod entscheiden und erfordern unseren engagierten und strukturierten Einsatz.

Manches neue Medikament, neue Therapie schien uns zu begeistern und erwies sich als risiko- und nebenwirkungsreich. Alte Heilmethoden, wie  die homöopathische Heilweise des Samuel Hahnemann wurden lange verachtet und erleben in Zeiten immer kürzerer Halbwertszeiten von Therapien eine Renaissance. Wir haben gelernt, es zu ertragen, dass wir mit Anwendung dieser Therapieformen belächelt oder angefeindet werden.

Wir wissen, dass viele körperliche Symptome oder Krankheiten ihren Ursprung in seelischen Befindlichkeitsstörungen, schweren Lebenssituationen oder ungesunden Lebensumständen nehmen. Wir versuchen unseren Patienten diese Zusammenhänge zu vermitteln und sie zu physisch und psychisch gesunder Lebensweise, Achtsamkeit und Selbstfürsorge zu motivieren.

Evidenzbasierte Medizin und leitliniengerechtes Arbeiten sind gute strukturelle Instrumente bei der Versorgung von Patienten. Dennoch bleibt der ärztliche Berufsstand auch eine Heilkunst. Jeder Mensch ist einzigartig, sein Körper und seine Seele reagieren individuell. Wissenschaftliche Kriterien sind häufig nützliche Instrumente und gelegentlich bürokratische Fesseln.

Wir möchten unseren Patienten, auch am Ende ihres Lebens, eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten und  müssen dafür manchmal eine Verkürzung der Lebenslänge in Kauf nehmen. Immer werden wir versuchen, die diesbezüglichen Wertvorstellungen zu erfahren und die Wünsche unserer Patienten zu respektieren.

Im Umgang mit unseren Patienten stehen Wertschätzung, Respekt und Empathie an erster Stelle. Wir empfangen sie in einer sauberen und hellen, in warmen Farben gestalteten Praxis, hören ihnen aufmerksam und freundlich zu. Wir versuchen unsere Arbeit gut zu strukturieren, um Wartezeiten gering zu halten. Da gute Medizin oft Zeit braucht, schaffen wir im Warteraum eine angenehme Atmosphäre und  bieten lesenswerte Zeitschriften zur Lektüre an. Von unangemessenen Forderungen unserer Patienten können wir uns klar und in gutem Umgangston abgrenzen.

Wir schätzen unsere Arbeit untereinander und helfen uns gegenseitig unsere Tätigkeiten zu optimieren und die Fehlerquoten geringer werden zu lassen. Wir verstehen uns als Team, dass neben dem medizinischen Beistand ein Stück Menschlichkeit und Wärme bewahren will.

Wir helfen unseren Patienten bei der Vermittlung von Ansprechpartnern für fachärztliche Untersuchungen, für psychotherapeutische, psychosoziale, physiotherapeutische und andere Leistungserbringer.

In unserer Praxis darf gerne gelacht werden, denn Humor ist die beste Medizin.

Dresden, den 8.9.15