Allergologische Diagnostik und Hyposensiblisierung

Allergische Erkrankungen, wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis nehmen in den modernen Industrieländern stetig zu.

Die Diagnostik erfolgt durch eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung, den sogenannten Prick-Test oder spezielle Tests und Laboruntersuchungen. Pricktestungen werden in unserer Praxis durchgeführt.

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Die Behandlung beruht auf drei Säulen- der Vermeidung des Allergens (Karenz), der Behandlung mit geeigneten Medikamenten und der Hyposensibilisierung (auch Spezifische Immuntherapie genannt). Darunter versteht man eine Therapieform, mit der Überreaktionen des Immunsystems behandelt werden können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Hyposensibilisierung die einzige kausale Therapie bei Allergien, bei der also die Ursache der Allergie, die Überreaktion des Immunsystems, behandelt wird. Durch die steigende Gabe von Allergenen soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu verhindern.

In unserer Praxis wird die subkutane Immuntherapie (SCIT) durchgeführt.

Dabei werden die Allergene mit steigender Dosis unter die Haut gespritzt. Die Dosis wird am Anfang gesteigert und die Therapie wird nach Erreichen der Erhaltungsdosis in regelmäßigen Abständen (4–6 Wochen) über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren fortgeführt, damit sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen und die Bildung von Antikörpern reguliert werden kann.

Da es in seltenen Fällen nach der Spritze zu einer überschießenden Immunreaktion (Anaphylaxie) kommen kann, muss der Patient 30 min nach der Spritze in der Praxis warten, um ggf. rasch geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.